# gerichtlicher Mahnbescheid • Praxislexikon

gerichtlicher Mahnbescheid


Definition

Was ist ein gerichtlicher Mahnbescheid?

  • Der gerichtliche Mahnbescheid ist ein Mahnbescheid.

  • beantragen

    Wie kann man einen gerichtlichen Mahnbescheid beantragen?

  • nach der ersten Mahnung beim zuständigen Amtsgericht (Mahngericht).

  • machen

    Wie kann man einen gerichtlicher Mahnbescheid machen?

  • Schuldner, Wohnsitz in Deutschland, zuerst mit einer nachweibaren schriftlichen Mahnung zur Zahlung auffordern.
  • Ohne Wohnsitz in Deutschland kann man ein europäisches Mahnverfahren einleiten.
  • Im Mahnschreiben steht:
  • Grund der Forderung.
  • exakter Betrag.
  • Zahlungsfrist setzen, in der Regel zwei Wochen.
  • Bankverbindung angeben.
  • Rechnungsdatum.
  • Rechnungsnummer von der Rechnung, um die es geht.
  • Einschreiben mit Rückschein oder Einwurf-Einschreiben.
  • Wenn der Schuldner nicht reagiert, kann man nach dieser ersten Mahnung ein Mahnverfahren einleiten, um an sein Geld zu kommen.
  • offizieller Vordruck (in Schreibwarengeschäften käuflich).
  • oder online: Barcodeantrag oder, sofern eine Signaturkarte vorliegt, als online übermittelte Datei beim Mahnportal der Bundesländer.
  • Es gibt online eine Anleitung oder man wendet sich an das zuständige Amtsgericht des Wohnortes.
  • Wichtig ist die richtige Bezeichnung des Anspruchs, es gibt eine Liste.
  • Antrag auf Erlass eines Mahnbescheids stellen.
  • Das Gericht stellt dem Schuldner einen Mahnbescheid per Post zu.
  • Weiter geht es je nach Reaktion des Schuldners, siehe „reagieren“ unten.

  • reagieren

    Wie kann man auf einen gerichtlichen Mahnbescheid reagieren?

  • zahlen: die Sache ist erledigt.
  • Gar nichts machen: der Gläubiger muss einen Antrag auf Erlass eines Vollstreckungsbescheides stellen (Vollstreckungstitel), frühestens nach Ablauf der zweiwöchigen Widerspruchsfrist und  spätestens bis sechs Monate nach Zustellung des Mahnbescheides mit zwingendem Vordruck (automatisch mit der Zustellungsnachricht des Mahnbescheids vom Gericht mit Geschäftsnummer, Betreff und Rücksendeanschrift, Durchschriftexemplar für die eigenen Akten), selbst zustellen lassen (z. B. durch einen Gerichtsvollzieher) oder über das Gericht zustellen lassen, damit ein Gerichtsvollzieher Zwang anwenden kann.
  • Widerspruch einlegen: es kommt zu einem Gerichtsverfahren am Wohnsitz oder Firmensitz des Zahlungspflichtigen. Das Gericht fordert eine schriftliche Begründung vom Gläubiger (bei kleineren Klagesummen ohne Anwaltszwang. Viele Fristen und Formalitäten im Gerichtsverfahren beachten, Erfahrung ist gefragt, um Formfehler zu vermeiden. Hat der Gläubiger keine Durchführung eines streitigen Verfahrens beantragt, passiert bei Widerspruch der Gegenseite nichts, außer, dass man auf den Kosten für das Mahnverfahren sitzen bleibt.

  • verwenden

    Wofür kann man einen gerichtlicher Mahnbescheid verwenden?

  • Mahnverfahren ohne hohe Anwaltskosten einleiten.
  • billiger als Klage.
  • schneller als Klage.
  • Alterntive, wenn der Anwalt wegen des geringen Streitwertes ablehnt.
  • geringere Schulden zurückbekommen.
  • Verjährung verzögern, einfache Geldschulden verjähren nach drei Jahren, eine einfache Zahlungsaufforderung reicht nicht, es bedarf eines Verfahrens zur Rechtsverfolgung (Klage oder gerichtlichen Mahnverfahren) Man braucht gar nicht nachweisen, dass man Recht hat.
  • keine Gerichtsverhandlung, wenn die Gegenseite der Forderung nicht widerspricht.

  • PHP Code Snippets Powered By : XYZScripts.com

      

    Immunsystem stärken
    Immunsystem stärken. Deine Verteidigung.
    Schlafen, Essen, Bewegung, kein Stress, Liebe, Vorbeugung