# Nasenbluten • Praxislexikon

Nasenbluten

Definition
behandeln
benennen
diagnostizieren
Folgen
Ursachen
vorbeugen

Was ist ein Nasenbluten?

 

Wie kann man Nasenbluten behandeln?

  • Zum Arzt, wenn es nicht aufhört.
  • Zum Arzt, wenn es sehr oft auftritt.
  • Körperliche Anstrengung vermeiden.
  • Beruhigen, denn Aufregung verschlimmert den Blutfluss.
  • Feuchtes und frisches Raumklima (Pflanzen in der Wohnung, Befeuchtungssystem, Inhaliergerät) für eine weiche und elastische Nasenschleimhaut.
  • Viel trinken, außer z.B. bei Herzinsuffizienz.
  • Aufrecht hinsetzen, Kopf nach vorn und unten neigen. Blut soll nicht über die Speiseröhre in den Magen kommen, weil das zu Übelkeit führen kann.
  • NICHT den Kopf in den Nacken legen.
  • NICHT hinlegen.
  • Die Nasenflügel zusammendrücken.
  • Kalten Lappen in den Nacken legen.
  • Ein Taschentuch soll man nicht an die Nase legen, da das festgetrocknete Blut beim Entfernen wieder aufreißt.
  • Nasenstöpsel mit blutstoppender Substanz imprägniert als erste Hilfe gibt es zu kaufen.
  • Nicht sofort wieder schnaufen, da die Wunde wieder auf geht.
  • Nasentamponade legen: Schaumstoff-, Fingerlings- oder Salben­streifen- tamponaden, mit wundheilenden, antibakteriellen oder blutgerinnungsfördernden Wirkstoffen beschichtet, mit Aureomycin zur Verhinderung von Infektionen beschichtet. Wegen Komplikationen (schwere Durchblutungsstörungen der Schleimhaut, Hypoxie, Sinusitis und Aspiration der Tamponade oder toxische Schocksyndrome) untern stationärer Überwachung.
  • Hirtentäschelkraut als Kräuterteeaufguss zum Blut stillen: 1 bis 2 Esslöffel mit siedendem Wasser übergießen, nach 10 Minuten abseihen. Mit dem Aufguss eine Mullbinde tränken und in die Nase einführen.
  • Eine Phosphor D 200 Ampulle intravenös.
  • Blut absaugen.
  • Lokalanästhetika mit Vasokonstrik­toren (Lidocain in Kombination mit Epinephrin).
  • Katheter-Embolisation und Applika­tion intraluminaler spezifischer Verschluss­materialien, um die zuführenden Gefäße abzudichten.
  • Koagulation: Verödung der Blutungsquelle: Verätzung mit 10- bis 15-prozentiger Silbernitratlösung, besser Elektrokoagulation.
  • Kryotherapie: Flüssiger Stickstoff direkt auf die Nasenschleimhaut aufbringen.
  • Hot water irrigation (HWI): In die Nasenhöhle wird etwa 50 °C warmes Wasser gespült.
  • Bei Nasenbluten durch Unfälle: Arteria carotis externa, Verschluss der Äste der Arteria sphenopalatina.
  • Lasertherapie: Gefäße durch Lichtkoagulation veröden im blutungsfreien Intervall.
  • Unter radiologischer Kontrolle mit Hilfe eines Katheters Polyvinylalkohol, Gelatine oder Gewebekleber in das zu verschließende Blutgefäß eingeführen.
  • Lasertherapie: Gefäße durch Lichtkoagulation veröden.
 

Welche Namen gibt es für Nasenbluten?

  • Epistaxis
 

Wie kann man ein Nasenbluten diagnostizieren?

  • Blut läuft aus der Nase oder in den Rachen.
  • Es kann aus einem oder beiden Nasenlöchern kommen.
  • In den vorderen Abschnitten (anteriore Epistaxis) häufiger und weniger schlimm.
  • In den hinteren Abschnitten (posteriore Epistaxis) selten und meist im Krankenhaus zu behandeln.
  • Meist ist es harmlos.
  • Kinder sind häufiger betroffen als Erwachsene.
  • Häufiges Nasenbluten kann auf eine Erkrankung hinweisen.
  • Klinische Untersuchung.
  • Angiographie: Gefäße im Kopfbereich darstellen.
  • Röntgen.
  • Sonografie.
  • Computer- und Magnetresonanztomografie.
 

Welche Folgen kann ein Nasenbluten haben?

  • Blutverlust nach ca 20 Minuten beim Erwachsenen. Bei Kindern früher.
 

Welche Ursachen kann ein Nasenbluten haben?

  • Meist ist es harmlos.
  • Häufiges Nasenbluten kann auf eine Erkrankung hinweisen.
  • Wetterbedingte Druckschwankungen führen manchmal zu feinen Rissen.
  • Häufiges Schnaufen oder Knibbeln in der Nase.
  • Körperliche Anstrengung.
  • Verdünnung der Nasenschleimhaut.
  • Gereizte oder entzündete Nasenschleimhaut (z.B. bei trockener Raumluft, Erkältung, Allergien).
  • Schlag oder Sturz auf die Nase.
  • Fremdkörper in der Nase.
  • Nasenscheidenwand verletzt oder fehlgebildet. Schlimm bei Schädelbasisfraktur.
  • Fremdkörper in der Nase (Kinder stecken sich etwas in die Nase).
  • Gut- oder bösartige Tumoren in der Nasenregion.
  • Masern oder Grippe.
  • Bluthochdruck.
  • Autoimmunkrankheiten.
  • Erbkrankheiten.
  • Willebrand-Syndrom: schwer stillbares Nasenbluten.
  • Länger als einen Woche genommene Medikamente (α-Sympathomimetika, glukocorticoidhaltige Nasensprays, Phosphodiesterase-5-Hemmer (PDE-5-Inhibitoren), Acetylsalicylsäure, Antikoagulanzien wie Cumarinderivate oder Heparine, Neuroleptikum Risperidon).
  • Nach Operationen.
  • Störungen der Blutgerinnung (Häufiges Bluten deutet auf einen Mangels an Gerinnungsfaktoren hin).
  • Hepatitis.
  • Akute Leberdystrophie.
  • Leberzirrhose.
  • Vitamin-K-Mangel durch Malabsorptionssyndrome durch z.B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa oder ein Verschlussikterus.
  • Thrombozytopenie durch Mangel an Vitamin B12 oder Folsäure.
  • Morbus Werlhof.
  • Thromobozytenveränderungen durch Krebs, Strahlen- oder Zytostatika-Therapie (Cyclophosphamid, Thiotepa und Carboplatin.
  • Chronische Niereninsuffizienz.
  • Nikotinabusus.
  • Alkoholmissbrauch.
  • Diabetes mellitus mit artheriosklerotischen Gefäßschäden.
  • Purpura Schönlein-­Henoch.
  • Selten Wegener-Granulomatose: Nekrotisierende Vaskulitis, eventuell Granuolombildung.
  • Morbus Osler-Rendu-Weber: Erweiterungen kleiner oberflächlicher Hautgefäße und Knötchen.
  • Schwangerschaft durch hohen Progesteronspiegel.
 

Wie kann man ein Nasenbluten vorbeugen?

  • Nicht in der Nase knibbeln.
  • Feuchtes und frisches Raumklima (Pflanzen in der Wohnung, Befeuchtungssystem, Inhaliergerät) für eine weiche und elastische Nasenschleimhaut.
  • Nasensalben (Dexpanthenol).
  • Isotonische Kochsalz-Inhalationen, Nasen-Tropfen (Oxymetacolin), Nasenduschen und -Spülungen, um die Schleimhaut feucht zu halten.
 
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